Bachelorstudent Bastian Gröppel erzählt von seinem Schweiz-Aufenthalt

Die Schweiz ist eine Welt für sich. Bastian Gröppel war im Zuge eines Projekts am Pon.Bike Schweiz Standort in Dierikon am Vierwaldstätter See. Dort arbeitete er 8 Wochen in der Vertriebsgesellschaft der Schweiz. Diese besteht seit 1992 und hat zehn Mitarbeiter.

Das Unternehmen hat neben dem Büro eine eigene Werkstatt, einen Showroom und ein Lager. Für Bastian war es ein Aufenthalt, mit vielen Erlebnissen und neuen Erkenntnissen, die er in einem kurzen Vortrag vorgestellt hat.

Derby Cycle: „Hallo Bastian, was ist anders als in Deutschland, was hat dich überrascht?“

Bastian: „Die Sprachenvielfalt in der Schweiz ist etwas Besonderes. Es werden vier Sprachen gesprochen. Die Schweiz ist zudem ein sehr hochpreisiges Land. Weil hier fast alles teurer ist, kaufen Kunden aus grenznahen Regionen gerne auch in Deutschland ein. Hier gibt es viele kleine Fahrradhändler, sodass sich fast in jedem Dorf einer befindet. Diese sterben jedoch vermehrt aus, im Gegenzug entwickeln sich zunehmend auch größere Filialketten. Im Rahmen einer Marktanalyse für Pon.Bike Schweiz habe ich noch weitere interessante Erkenntnisse gewonnen: So wächst der E-Bike-Markt in der Schweiz sehr rasant und macht zurzeit stückzahlmäßig 23 Prozent beziehungsweise wertmäßig 43 Prozent aus. Trotz des starken Wachstums dieses Marktsegmentes, ist das MTB weiterhin das nachgefragteste Fahrrad.“

Derby Cycle: „Ticken die Fahrradkäufer in der Schweiz denn anders als die deutschen?"

Bastian: „Es fällt auf, dass die Schweizer sehr viel Wert auf hohe Qualität, gute Ausstattung und einen guten Kundenservice legen. Dafür sind sie allerdings auch bereit, etwas mehr Geld auszugeben. Das heißt jedoch, sowohl für die Händler wie auch für die Hersteller, dass ein sehr flexibler und schneller Service von den Kunden gefordert wird. Benchmark ist dabei der Service von Fuchs Movesa, die den Händler mit 99 Prozent aller Ersatzteile in 24 Stunden beliefern können. Die Schweizer wünschen sich zudem auf das Land angepasste Produkte wie zum Beispiel ein Speedpedelec als Tiefeinsteiger. Generell ist das Speedpedelec eine hervorragende Möglichkeit zum Pendeln und für den Alltagsgebrauch.“

Derby Cycle: „Bist du denn selbst auch so rasant mit dem Bike durch die Schweizer Berge gefahren?"

Bastian: „Ich war am Wochenende mit Kollegen und alleine viel auf dem Mountainbike in der traumhaft schönen Gegend um den Vierwaldstätter See unterwegs. Außerdem bin ich jeden Tag mit dem Rad zur Arbeit gefahren. Meine Unterkunft lag auf einer Anhöhe. Morgens ging es rasch zur Arbeit ins Tal, abends sportlicher wieder hinauf.“

Derby Cycle: „Was nimmst du außer den tollen Eindrücken mit?“

Bastian: „Ich habe erfahren, dass die Schweizer für vieles eigene Lösungen haben. Ich habe viele nette Kollegen kennengelernt, die den Austausch gerne weiter pflegen und auch an unseren Veranstaltungen teilnehmen würden. Ich hatte zudem die Möglichkeit, per Umfrage zur Durchleuchtung der Organisationsstruktur und zur Entwicklung von Optimierungsstrategien beizutragen. Außerdem konnte ich mir bei zahlreichen Händlerbesuchen einen guten Überblick über den Fahrradmarkt in der Schweiz verschaffen. Ich nehme vieles mit und kann jedem empfehlen, der die Möglichkeit hat, an einem solchen Auslandsaufenthalt teilzunehmen."

Derby Cycle: „Vielen Dank für die vielen Infos."

Bastian: „Gerne."